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	<title>blog.mirko-pluhar.de &#187; Lebensweisheiten</title>
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	<description>Aus Neuseeland. Ohne Umlaute.</description>
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		<title>Wohnungssuche in Auckland</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 04:20:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[New Zealand]]></category>
		<category><![CDATA[Auckland]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensweisheiten]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Pendeln vom North Shore in die Aucklander City ist nicht so mein Ding. Daher bin ich seit einigen Wochen auf Wohnungssuche. Wie fast alles hier, werden auch Wohnungen bei trademe angepriesen. Liest man sich die Beschreibung durch und schaut sich die Bilder an, muss man auf die Immobiliensprache umschalten. Sie ist so aehnlich wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Pendeln vom North Shore in die Aucklander City ist nicht so mein Ding. Daher bin ich seit einigen Wochen auf Wohnungssuche. Wie fast alles hier, werden auch Wohnungen bei trademe angepriesen. Liest man sich die Beschreibung durch und schaut sich die Bilder an, muss man auf die Immobiliensprache umschalten. Sie ist so aehnlich wie Arbeitszeugnissprache, wo der Satz &#8220;Er war ein gern gesehener Gast auf allen Betriebsfeiern.&#8221; nichts weiter bedeutet, als das der werte Arbeitnehmer sich so zuschweisst das es nicht mehr schoen ist.<br />
Wenn man also Wohnungsanzeigen studiert und KEINE Bilder vom Inneren der Wohnung angezeigt werden, dafuer aber fuenf Bilder der Aussenanlagen und drei Bilder vom 10 km entfernten Park sagt das Einiges aus. Man kann diese Wohnung getrost vergessen. Der Innenraum wird einer Russenwohnung in Wismar/Wendorf 1987 oder der Frauenkirche in Dresden vor 10 Jahren in nichts nachstehen. Das Ganze wird dann als &#8220;Character 2 bedroomed unit&#8221; bezeichnet. Ja tatsaechlich, der Hausbesitzer hat wirklich Charakter gezeigt und auf Erhaltungsmassnahmen der Bausubstanz in den letzten 40 Jahren komplett verzichtet. Fuer die Charakterwohnung an der vierspurigen Einfallstrasse sind aber doch bitte 360 neuseelaendische Dollar pro Woche zu ueberweisen. Liest man dann  noch &#8220;Nice group of friendly tenants&#8221; kommt bei mir fast die Befuerchtung auf, da stehen nachts die Nachbaren vor der Tuer und erkundigen sich nach meinen Bierreserven.<br />
Die beste angepriesene Wohung war eine Art Gartenhaus fuer 220 $ in der Woche, das auf dem Grundstueck aufgestellt war. Die Anforderung an den Mieter war jedoch, das er kinderfreundlich sein muss. Er sollte sich naemlich das Bad mit einer fuenfkoepfigen Familie und einem weiteren Gartenhausbewohner teilen.</p>
<p>Will man hier ein Cottage kaueflich erwerben, muss man auch mit der Sprache vertraut sein. Hier noch einige Uebersetzungen:<br />
history for sale &#8211; Ich weiss nicht wann die ersten Tommys in  Neuseeland gelandet sind. Aber wenn ein Haus so beschrieben wird, ist es aus dieser Zeit und damit ein Fall fuer die Planierraupe<br />
<em>traditional cottage</em> &#8211; Auch hier sollte man statt mit dem Moebelwagen aufzukreuzen eher mit der Planierraupe im Haus parken<br />
<em>full of potential </em>- entweder so alt und gamlig oder der Erbauer hat nach der Haelfte entnervt aufgegeben. Handwerkszeug muss auf jeden Fall benutzt werden<br />
<em>needs a little bit TLC</em> &#8211; Soll wohl bedeuten, das man ein paar Eimer Farbe mitbringt und die Huette anstreicht.  Dieser Spruch steht meist an Haeusern, die in der Zeit gebaut wurden, als Winston Churchlich noch deutsche U-Boote durch den Atlantik hat jagen lassen.</p>
<p>Also ganz so duester ist es nicht. Es gibt schon schicke Wohungen an ruhigen Ecken und wenn man  irgendwie die wohnungssuchenden Konkurrenten aussticht klappt es bestimmt auch mit dem dichten Dach ueber dem Kopf.</p>
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